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Finde wieder zu Dir selbst– drei sinnliche Sommer-Rituale

  • 20. Juli
  • 4 Min. Lesezeit

Aktualisiert: vor 3 Tagen


Ich möchte Dir eine Frage stellen, die im ersten Moment seltsam klingt:

Wann hast Du Deinen Körper das letzte Mal bewohnt – statt ihn nur zu benutzen?


Die meisten von uns leben von den Schultern aufwärts.

Wir denken, planen, sorgen uns, organisieren. Der Körper trägt uns durch den Tag wie ein zuverlässiges Fahrzeug, das wir kaum beachten – bis es zwickt.

Und irgendwann in der Lebensmitte merken viele Frauen: Ich bin mir selbst fremd geworden. Nicht nur im Kopf. Auch in der Haut.

Der Sommer ist die schönste Jahreszeit, um das leise zu ändern.


Wir haben verlernt, im Körper zu Hause zu sein

In unserer Welt zählt, was wir leisten. Und Leistung passiert im Kopf. Also verbringen wir dort die meiste Zeit – im Denken, im Machen, im Vorausplanen.

Der Körper wird dabei zu zweierlei: entweder zum Werkzeug (er soll funktionieren) oder zum Projekt (er soll besser aussehen, gesünder sein, mehr schaffen).

Beides hält uns auf Abstand zu ihm.

Dabei ist er weder das eine noch das andere.

Dein Körper ist kein Projekt. Er ist Dein Zuhause.

Und Zuhause ist man nicht, indem man an ein Haus denkt. Man ist zuhause, indem man darin wohnt. Fühlt. Da ist.


Der Sommer ist die Jahreszeit des Körpers

Keine Jahreszeit lädt uns so sehr in den Körper ein wie der Sommer.

Die Wärme auf der Haut. Barfuß über den Boden. Der Duft von Sonne, Gras, Meer. Leichte Kleidung, offene Fenster, laue Abende. Der Sommer spricht nicht zum Kopf – er spricht zu den Sinnen.

Das ist kein Zufall, sondern (D)eine Chance. Denn genau über die Sinne findest Du zurück zu Dir. Nicht über das Nachdenken.

Ich sage meinen Klientinnen oft: Du kannst Dich nicht zu Dir selbst hindenken. Aber Du kannst Dich zu Dir selbst hinspüren. Und Spüren beginnt im Körper.


Nähe geht durch den Körper, nicht durch den Kopf

In meiner Arbeit heißt einer der Schritte „Herz öffnen" – und er beginnt fast immer über den Körper und die Sinne.

Denn ein verschlossenes Herz lässt sich nicht mit Argumenten öffnen. Aber mit einem Duft, einer Berührung, einem Moment der Wärme öffnet sich etwas ganz von allein.


Und das ist der leise Zusammenhang, der so vielen entgeht: Nähe zu anderen beginnt mit Nähe zu Dir.

Wer nicht in seinem eigenen Körper zuhause ist, dem fällt es schwer, einem anderen Menschen nah zu sein. Zurück in den Körper zu finden ist deshalb keine Wellness-Spielerei. Es ist der erste, stille Schritt zurück in die Verbundenheit.


Hier sind drei kleine Rituale, mit denen Du diesen Sommer nutzen kannst. Keine Programme. Keine Perfektion. Nur sanfte Einladungen, wieder anzukommen.


1. Der Morgen-Duft-Anker

das Duftankerritual für Nähe am Morgen zu Dir selbst
das Duftankerritual für Nähe am Morgen zu Dir selbst

Bevor der Tag Dich packt, schenk Dir zwei Minuten! Einen Tropfen eines ätherischen Öls, das Du magst, in die Handflächen geben, die Hände sanft aneinander reiben, vor die Nase führen – und dreimal langsam, tief einatmen. Augen geschlossen.


Ich erlebe diesen kleinen Moment als eine Art sanftes „Guten Morgen" an mich selbst. Viele Frauen beschreiben ihn als ein kurzes Innehalten, bevor der Alltag beginnt. Welcher Duft Dich anspricht, ist ganz Deine Sache – Dein Körper weiß meist erstaunlich gut, was ihm guttut.


2. Die Barfuß-Minuten

Zieh die Schuhe aus und stell Dich für ein, zwei Minuten barfuß auf den Rasen, den warmen Boden, den Sand. Und dann tu – nichts. Spür einfach nur, wie sich der Untergrund anfühlt. Kühl, warm, weich, kitzelnd.

Es klingt fast zu einfach. Aber in dem Moment, in dem Du Deine Aufmerksamkeit in die Fußsohlen legst, bist Du nicht mehr im Kopf. Du bist im Hier. Im Körper. In Deinem Leben.


3. Das Abend-Ritual für die Haut

Am Abend, nach der Dusche, nimm Dir bewusst Zeit, Deine Haut einzucremen oder mit einem Körperöl zu verwöhnen. Nicht schnell und funktional – sondern langsam, achtsam, fast zärtlich. Als würdest Du Dir selbst etwas Gutes tun, weil Du es Dir wert bist.

Diese liebevolle Berührung ist etwas, das wir uns viel zu selten schenken. Sie ist eine leise Botschaft an Dich selbst: Ich bin bei Dir. Ich sehe Dich. Du bist willkommen.


Es geht nicht ums Perfektionieren – es geht ums Bewohnen

Du musst diese Rituale nicht alle machen. Und schon gar nicht perfekt. Nimm Dir eines heraus, das Dich anspricht, und probier es aus. Diese Woche. Einmal.


Denn zurück in den Körper zu finden ist kein weiteres To-do für Deine Liste. Es ist das Gegenteil: eine Erlaubnis, weniger zu tun und mehr zu sein.


Der Sommer hält Dir die Tür auf. Alles, was Du tun musst, ist hindurchzugehen – barfuß, mit einem tiefen Atemzug, zurück nach Hause. Zu Dir.


Ich bin Sabine Pape, Beziehungsmentorin für Nähe.

Ich begleite Frauen in der Lebensmitte zurück zu sich selbst – damit sich Nähe wieder echt anfühlt: mit sich und mit dem Menschen an ihrer Seite.

Wenn Du spürst, dass Du Dir gerade wieder näherkommen möchtest – Dir selbst und dadurch auch anderen –, dann lass uns in Ruhe ins Gespräch kommen. Ich begleite Dich gern ein Stück des Weges, ganz in Deinem Tempo.

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